Ehe als Nationalfiktion - Dargestelltes Recht im Roman der Moderne

Ehe als Nationalfiktion - Dargestelltes Recht im Roman der Moderne

von: Dagmar Stöferle

J.B. Metzler, 2020

ISBN: 9783476056580 , 372 Seiten

Format: PDF

Kopierschutz: Wasserzeichen

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Preis: 62,99 EUR

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Ehe als Nationalfiktion - Dargestelltes Recht im Roman der Moderne


 

Es gibt eine Vorgeschichte des Ehebruchromans, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem gesamteuropäischen literarischen Paradigma wurde. Im Zuge der Französischen Revolution entsteht eine säkulare Ehegesetzgebung, die einen metaphorischen Überschuss produziert, der bis heute wirksam ist. Das Buch zeichnet rechtshistorisch und anhand kanonischer literarischer Texte von Rousseau über Goethe und Manzoni bis hin zu Hugo und Flaubert nach, wie die Ehe um 1800 zu einer Reflexionsfigur für den modernen Nationalstaat werden konnte. Dabei entstehen originelle Beiträge zur Philologie der einzelnen Texte. Zugleich werden Recht und Literatur für eine historische Semantik von Gesellschaft und Gemeinschaft fruchtbar gemacht. 

Dagmar Stöferle ist Privatdozentin am Romanistischen Institut der LMU München.